MUSICAL THEATER

4.48 PSYCHOSE

4.48 psychosis kane stockhausen ligeti bach erol

a project for piano and theatre
co-production nationaltheater mannheim

DSC00156.JPGactor michael fuchs and pianist jan gerdes combine 4.48 psychosis, a text by sarah kane, a radical english playwright of recent years, with the music of j.s.bach, contemporary composers such as stockhausen and ligeti, the electronic sounds of ´erol´, improvisations, and the songs of jan gerdes. highly artificial text and complex music are brought together in a theatrical project accentuating the poetic language of the text and exciting musical sounds.

4.48 h is the moment of mental/intellectual clarity that brings the decision to commit suicide.

Sarah Kane´s superb poetic text centers on a human being in psychological extremis.

‘the broken hermaphrodite who trusted hermself alone…..’
‘body and soul can never be married’
‘I need to become who I already am ….. at this incongruity which has committed me to hell’
‘here am I and there is my body’
‘do you think it’s possible for a person to be born in the wrong body?’

flyer_psychoseA6q2_002.jpgThese lines from the text convey that sarah kane is writing not only about a woman, but about anyone who does not know who they really are.
of central importance in this extract is the idea of someone, neither man nor woman, but a transsexual who has no prospect of finding their identity despite their longing to be “somebody”.
we would like the text and the sound of its eccentric language to develop a poetic power on the stage. we do not feel that kane, bach, the contemporary composers and ´erol´ require much in the way of stage-design, setting or props.
a table covered with a variety of objects symbolizing the chaos of the world – that is all. text and music will speak - we hope - for themselves. the strength of bach´s music and the vitality and dynamics of the other composers express the longing for life and love in kane´s text. the experimental eccentricity of the contemporary music mirrors the total failure of the life of kane´s central figure.

idea & play michael fuchs & jan gerdes
video ralph goertz

Link to the movie: 4.48 psychose (youtube)

PETITE MESSE SOLENELLE

Nico and the Navigators

Musiktheater-Projekt Nico and the Navigators.jpg1863 hat Rossini seine Petite messe solennelle dem „lieben Gott“ gewidmet.
Mit Gesang, Tanz, Schauspiel, Slapstick und Tragikomik erforschen die Ganzkörperpoeten von Nico and the Navigators dieses Oratorium semi seria und übersetzen es in ihre eigenwillige Körpersprache.
Sie entführen in die Welt eines religiösen Agnostikers voller zarter Gefühle und ironisch funkelnden Humors.

Link to projectpage: navigators

…zeitsTückE…

1823…1892…1909…1954…1980…2012…?

mit
Michael Fuchs Rezitation, Schauspiel
Jan Gerdes Klavier

Idee/Konzept: Jan Gerdes, Michael Fuchs

Auf einer Zeitreise, beginnend im Jahre 1823 und endend in der Gegenwart, tauchen wir in unregelmäßigen Abständen in die Geschichte ein und erleben dort ` zeitsTückE` der Geschichte.
In diesen schnappschuss-artigen Einblicken in die Historie hören wir jeweils ` KlaviersTückE` großer Komponisten jener Zeit, die auf Texte und Dokumente stoßen, die der jeweiligen unmittelbaren zeitlichen Umgebung entstammen: Gedichte, Essays, Zeitungsartikel, Tagebuchfetzen, Schnipsel von Notizen, Protokolle, Aphoristisches…

Musiktheater-Projekt Zeitstuecke.jpg` KlaviersTückE` durchziehen die musikalischen Epochen von der Klassik über die Romantik, die klassische Moderne bis hin zu Avantgarde und Postmoderne: von den Bagatellen Beethovens, Brahms` späten Seelenbildern, Schönbergs kühnen Aufbrüchen in die moderne, Stockhausens ` Zeichnungen`, Rihms retrospektivischen Entladungen bis hin zum aktuellen Beitrag ` Zoom in` des jungen Markus Bongartz.

Was ist das ` sTückhafte` an den Werken? Gibt es spezifische Charakteristika der Form ` KlaviersTück` über die Epochen hinweg? Oder signalisiert der scheinbar profane Titel KlaviersTück- den Beethoven vielleicht sogar mit ein wenig Understatement ` baga-tellisiert`?! - im Gegensatz zu kompositionstechnisch strengere Regeln einforderndeWerktypen wie Sonaten oder Fugen lediglich Fragmentarisches, Einfaches, Hingeworfenes?...

Durch die Fokussierung bei der Auswahl der Musik auf den Typus ` KlaviersTück` werden die sich im Laufe der musikalischen Geschichte verändernden kompositorischen Stile und Handschriften der Komponisten als sich sukzessive und von einem aus dem anderen organisch entwickelnder Prozess erleb- und hörbar. Die Texte von Rilke, Enzensberger oder Gould, Gedichte von Goethe, Heine, Celan oder Lasker – Schüler lassen tief in die gesellschaftlichen und politischen Athmosphären der Zeiten eintauchen, pointieren Stimmungen, das Bewusstsein der Menschen und lassen den Zeitgeist spüren.

Ausschnitte aus historischen Protokollen( z.b. das Vernehmungsprotokoll einer Baader-Meinhof-Terroristin 1980 oder das Kabinettsprotokoll der Adenauer-Regierung von 1954), Zeitungsartikeln sowie Zitathaftes dokumentieren Zeitgeschehen und vermitteln darüber hinaus auch ein wenig augenzwinkernd den Eindruck von Aktualität, Vergänglichkeit und des stetigen Flusses der Geschichte. So kommt dann hin und wieder die schmunzelnde Frage auf: Wie war das eigentlich so z.b. im Jahre 1909? Wie war der `Klang` der Zeit? ( Wussten Sie z.B., dass der Reissverschluß 1892 erfunden wurde?)

Dabei ist alles kurz und skizzenhaft: Text und Musik fügen sich auf ihrer sprunghaften Reise durch die Zeit zu einem ungeordneten Puzzle aus lauter…zeitsTückEn`.

1823

Beethoven: Bagatelle op. 126,1
Text: Goethe: ` An Werther`

Beethoven: Bagatelle op.126,2
Text: Eichendorff: ` Sehnsucht`

Beethoven: Bagatelle op.126,5
Text: Heine: ….aus den `Traumbildern` ( Anfang)


1892/93

Brahms: Klavierstück op.118,1
Text: Kurz: `Schlummerflocken`
`Nein, nicht vor mir im Staube knien…`

Brahms: Klavierstück op.116, 4
Text: Holz: `Phantasus`
Rilke: ` aus Duineser Elegie( 1. Elegie)


1909/31

Schönberg: 6 Klavierstücke op.19
Texte: Brecht, Mühsam, Lasker- Schüler: ` Nachtgespenster, romanisches Cafe, u.a.


1954

Stockhausen: Klavierstück 5
Texte: Celan, und Protokoll Bundeskabinett Adenauer


1980

Rihm: Klavierstück Nr. 7
Text: Vernehmungsprotokoll Raf- Terroristin


2009/13

Gerdes: Klavierstück
Text: Zeh: ` Spieltrieb`


1823

Beethoven: Bagatelle op. 126,5


Jan Gerdes - Klavier
Michael Fuchs - Lesung/Schauspiel

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JAN GERDES
Paul-Robeson-Str. 50
10439 Berlin

Tel: 030- 288 616 22
E-Mail: jan (at) jan-gerdes.de


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Fotos von:
Erik-Jan Ouwerwerk
Pia Streicher
Ricardo Bernardi
Tara Deacon
Remko Wieland

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